Steineland Harz + Heide on Tour: Hildesheim

10.03.2018: 1. Hildesheimer LEGO® Welten im Römer- und Pelizaeus-Museum

Seit Oktoner 2017 hat die Firma Design in Stein ein neues Highlight ihres Firmen-Portfolio in unserer Nähe installiert. Nachdem im Jahr 2016 das Paläon in Schöningen Schauplatz großartiger LEGO® Bauten war, sind derzeit noch bis zum 26. August 2018 im Hildesheimer Römer- und Pelizaeus-Museum, Am Steine 1-2, 31134 Hildesheim erneut ähnliche, aber auch andere Modelle zu bestaunen. Unsere RLUG Stein Hanse war mit einer Gruppe vom Steineland Harz + Heide vor Ort, da dort zeitgleich die 1. Hildesheimer Börse/Ausstellung des LEGO® Fans Marcel Muschick am Wochenende 10./11.03.2018 stattfand.

Mit elf Mitgliedern starteten wir in Braunschweig und trafen an jenem Samstag pünktlich zur Öffnung um 10:00 Uhr im Museum ein. Das langgezogene Foyer war mit Fan-Modellen bestückt, die LEGO® Fans aus Hildesheim, Hannover, aber auch von einem SHH-Mitglied nach Hildesheim transportiert hatten.

Unser Dustin stellte wie bei unserer ckc-Ausstellung seine Hoth Echo Base aus dem StarWars Film „Das Imperium schlägt zurück“ aus. Ein wunderbarer Hingucker! Dazu kamen drei kleine Vignetten, die sein Bruder zur Verfügung gestellt hatte. Er wurde dann auch gleich am Samstag Morgen von der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung interviewt und stand der Lokalredaktion Rede und Antwort zu seinem Modell und das Hobby.

Den Anfang des Ausstellungsteiles bildete ein großartiges Stadtviertel, welches das Paar Clara und Florian zusammen gestellt hatte. Gleich dahinter zeigte sich eine Eisenbahnanlage. Bernd, der sichtlich Freude daran hatte, seine Sammlung und Modelle zu präsentieren, liess auch fleißig die Züge zum Freude der Kinder und Erwachsenen fahren. Alle drei sind Mitglieder der neu gegründeten RLUG „Connected“, die durch die Firma Steinchenbrüder finanziert wird und ihren Sitz in Hannover hat.

Eine ganze Sammlung an Architekturmodellen und andere nicht-minifigurentaugliche Bauten bildeten den Abschluss dieses ersten Bereichs. Gleich dahinter ging es eine Etage tiefer. In einem rechts gelegenen Vorraum trafen wir dann auch gleich auf zwei bekannte Gesichter. Sowohl Maurice Rasche, als auch Markus Welz durften sich in einem Raum fast allein ausbreiten. Maurices Sphinx und sein LKW-Fuhrpark strahlten auf der einen, Markus Lorenbahn auf der anderen Seite. An der Stirnseite kamen zudem die vielen kleinen Modelle von Markus zur Geltung.

Dahinter zeigte der Connected-Techniker Sven, welche Funktionen man in seine Technik-Modelle einbauen kann. Auf einem eigens vorbereiteten Teppich konnten die Kinder sich daran üben, Schüttgut zusammen zu schieben. Die gegenüberliegende Seite war eine eher professionelle Sichtweise auf architektonische Bauten, bei denen Gebäude für den Immobilienmarkt den Häuslebauer inspirieren sollen.

In dem dahinter liegenden Raum lag der zweite Schwerpunkt der Veranstaltung: die Börse. Mehrere Verkäufer tummelten sich in dem groß angelegten Zimmer und boten auf verschiedenste Weise ihre Ware an. Obwohl natürlich auch irgendwie ein Verkaufsbereich zu einer Ausstellung dazu gehört empfanden wir das für eine Fan-Ausstellung too much. Andererseits war dieses Event als „Börse/Ausstellung“ angekündigt, weshalb sich hier die anderen 50 % der Erwartungen erfüllten. Aber es war auch Achtung geboten, da nicht alle nur LEGO® Steine verkauften (mal abgesehen von Produkten, die die Firma selbst nicht herstellt). Manche Artikel wurden zudem teurer verkauft, als man sie derzeit regulär im Geschäft erwerben kann. Es entstand daher eher der Eindruck, dass es eine Messe war.

Im Erdgeschoss wieder angekommen schlängelte sich der AFOL-, TFOL- und KFOL-Bereich das restliche Foyer entlang. Besonders schön sind immer wieder die Eindrücke, wenn Hobbybauer/innen Skulpturen wie die Maxifiguren, Mosaike, Fahrzeuge oder Alltagsgegenstände entwerfen. Ein Favorit bleibt dabei sicherlich das Billard-Set oder das Hochzeitspaar. Auch das Sonnensystem ist ein sehr detailreiches Modell geworden. Kleinere „Dinge“ stechen jedoch ebenfalls durch ihre Genauigkeit hervor. Besonders schön bei Szenen aus Film und Fernsehen. Hier ist der Bauwagen von Peter Lustig (von Markus Welz) hervor zu heben.

Nicht nur Dustin kam mit einer StarWars Idee daher. Gleich nebenan stand eine Hangarhalle, die tiefe Einblicke in die dnnkle Seite des LEGO® Bauens verriet. Aus Sicht der Aussteller war nur eine Sache etwas ungünstig gelaufen: Dustins Modell wurde in seiner Abwesenheit „beiseite“ geschoben. Da besteht Verbesserungspotenzial, denn m. E. so was macht man als Gastgeber nicht. Dieser Platz wurde für den UCS Millenium Falcon benötigt, der in einem oberen Geschoss zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern zusammen gebaut wurde. Eine tolle Fankaktion, die derzeit aber auch schon zu oft durchgeführt wird.

Wer jedoch von dieser Veranstaltung noch nicht genug hatte, schaute sich in der zweiten Etage die Profimodelle der Firma Design in Stein an. Auf einer gesamten Etage geht es auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Menschen, angefangen bei alten Stammesvölkern wie die Inkas oder die Ureinwohner der Osterinseln über das ägyptische und römische Reich weiter zum Piraten- und Ritterzeitalter bis hin zum Museum selbst. Dieses Gebäude war der Hammer! Nicht nur das Museum selbst wurde gebaut, sondern auch ziemlich genau der Raum, in dem man sich befindet.

Die Räume sind zudem mit vielen Bildern und Mosaiken bestückt. Die Mosaike bilden dabei je Epoche eine passende Minifgur ab. Abgerundet wird die Ausstellung mit einer kleinen Zeitreise durch die Firmengeschichte von LEGO® und eine unglaublich tolle Galerie, in denen die Bauwerke von Kindern dargestellt werden.

Den zweiten Teil der Ausstellung, welches im Stadtmusem im Knochenhauer-Amtshaus seinen Platz gefunden hatte, haben wir an diesem Tag nicht einmal mehr geschafft.

Unser Fazit zur Börse/Ausstellung: sie war klein und fein und es war den Planern trotz des beschränkten Platzes, den sie zur Verfügung hatten, eine ideale Aufteilung gelungen. Für alle gab es schöne Modelle zu bestaunen und wir können uns freuen, wenn die Hildesheimer erneut ein Event organisieren. Denn nach der 1. kommt bekanntlich die 2. In der Hoffnung, dass der Großraum Hannover und die Harz- + Heideregion bei der Gestaltung von Ausstellungen sich gegenseitig stützen sowie erfolgte Faux-Pas ausgebügelt werden können. Als RLUG Nr. 1 in Niedersachsen haben wir da aber auch schon einen erheblichen Vorteil erlangt.

Unser Fazit zu Design in Stein: die Hildesheimer Marienkirche erinnert doch sehr stark an den Königslutteraner Dom, der 2016 im Paläon ausgestellt war. Die Piratenlandschaft und die Ritterburg standen ebenfalls bereits in Schöningen. Aber andere Bauwerke wie das Taj Mahal oder die römische Welt waren ebenfalls schöne Hingucker. Der Vorteil in Hildesheim ist allerdings, dass die Modelle rundum angesehen werden können. Das war in Schöningen nicht möglich, sodass einem hier auch bei bereits bekannten Modellen weitere Details ins Auge fallen.

Städte – Burgen – Pyramiden
noch bis zum 26.08.2018
Römer- und Pelizaeus-Musem
Am Steine 1-2
31134 Hildesheim
Dienstag bis Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr

Hildesheim fängt Feuer
noch bis zum 26.08.2018
Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus
Markt 7
31134 Hildesheim
Dienstag bis Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr

Bildergalerie 1. Hildesheimer Steinewelten

Bildergalerie „Städte – Burgen – Pyramiden“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.